Fasan


Der Fasan (Phasianus colchicus) ist ein Vogel, der aus Mittelasien stammt, aber schon von den Römern in Europa eingeführt wurde. Das Männchen erreicht bis zu 90 cm Länge, das Weibchen ist deutlich kleiner und schlicht gelbbraun gefärbt. Die in Deutschland am häufigsten auftretende Fasanenart ist der Mongolische Ringfasan. Weitere Arten sind der chinesische Ringfasan sowie der ringlose Kupferfasan.

Der Fasan ist ein Bewohner weiter Feldfluren, unterbrochen von Gehölzen oder Wasserläufen, und findet daher in der landwirtschaftlichen Kulturlandschaft ausreichende Lebensräume vor. Fasane leben vorrangig von pflanzlicher Nahrung und zerkleinern diese mit Hilfe von Gastrolithen in ihrem muskulösen Magen.

Fasane leben polygyn: Auf einen Hahn kommen 5 bis 6 Hennen (Geschlechterverhältnis 1:6). Bei der Jagd wird bei normaler Population in der Regel nur der Hahn bejagt, um das Geschlechterverhältnis zu gewährleisten.

Im Nest am Boden können zwischen 8 bis 15 Eier in der Größe 45,9 x 36,0 mm und im Mai/Juni gelegt werden. Diese sind einfarbig olivbraun. Eiablage erfolgt täglich. Das Eigewicht schwankt zwischen 2,49 bis 3,79 g. Durchschnittswert ist 2,94 g. Brutbeginn ist nach der Ablage des letzten Eies und dauert etwa 22 bis 27 Tage. 14 Tage nach dem Schlupf können die Jungen fliegen. Die Bebrütung erfolgt durch die Henne. Nachgelege sind selten.

Die häufigste Jagdart auf den Fasan ist die Treibjagd. Die Erlegung findet mit Schroten statt, welche Einfluss auf die Wildbrethygiene haben können. Die deutschlandweite Jagdstrecke liegt bei einer relativ konstanten Zahl von 350.000 Fasanen/Jahr (Vergleich: Im Jagdjahr 1936/1937 betrug die offizielle Jagdstrecke 1.013.595 Stück, die einen Wert von 1.773.800 Reichsmark und 810.900 kg nutzbares Fleisch erbrachten).