Jochberger Hummel



Besonderheiten der Rasse "Jochberger Hummeln"

Bedingt durch die zum Teil sehr extremen Bedingungen im ursprünglichen Zuchtgebiet der Pinzgauer (Hohe Tauern) wurden bei der Zuchtauslese Kriterien, wie z. B. Widerstandsfähigkeit, Futterdankbarkeit, gutes Beinwerk, harte Klauen sowie Anpassungsfähigkeit besonders beachtet. Eine starke Pigmentierung der Augen macht das Pinzgauer Rind unempfindlich gegen UV-Strahlung und Augenkrankheiten.

Durch ihren ausgeprägten Mutterinstinkt, den Herdentrieb und ihr ruhiges Temperament wird das Pinzgauer Rind zunehmend in der Mutterkuhhaltung eingesetzt. Die gute Milchleistung, ausgezeichnete Fruchtbarkeit, lange Nutzungsdauer und die rassetypische leichte Abkalbung tragen wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg bei. Besonders interessant für die Mutterkuhhaltung sind die genetisch hornlosen Pinzgauer, auch "Jochberger Hummeln" genannt. Pinzgauer Milchmastrinder (Babybeef) sind unter Kennern wegen der guten Fleischqualität geschätzt (zarte Marmorierung, feine Fleischfaser). Pinzgauer Ochsen waren früher als Zug- und Masttiere sehr gefragt.

Das Pinzgauer Rind wird als mittel- bis großrahmige Dreinutzungsrasse gezüchtet. Charakteristisch sind die kastanienbraune Grundfarbe mit breitem weißem Streifen vom Widerrist über Rücken, Hinterseite der Oberschenkel, Bauch bis zur Unterbrust. Der Schwanz ist ebenfalls weiß. Über den Unterschenkel und i.d.R. auch über den Oberarm laufen weiße Binden ("Fatschen"). Flotzmaul und Klauen sind dunkel.


Jungbulle